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Das Stift Nonnberg

Das heute weltweit älteste christliche Frauenkloster

Erreichbar ist das Stift über den Hohen Weg, von der Kaigasse über die Nonnbergstiege und vom Nonntal aus über eine schmale Gasse. Die frühe Baugeschichte des Klosters liegt im Dunkeln. Die älteste Klosterkirche, die sich vermutlich nahe dem Felsengrab der hl. Erentrudis befand, dürfte einem Brand zum Opfer gefallen sein. Kaiser Heinrich II. und seine Gemahlin Kunigunde errichteten eine romanische Basilika, die 1009 der Gottesmutter geweiht wurde und damit zur zweitältesten Marienkirche Salzburgs wurde. Die aus dieser Zeit noch erhaltenen großartigen Fresken zählen zu den künstlerisch bedeutendsten romanischen Wandmalereien auf österreichischem Boden.

Sie können das Stift täglich ab 7.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit besichtigen. Nur während des Gottesdienstes ist keine Besichtigung möglich.


Die Geschichte & Architektur

Die Krypta mit ihren freistehenden Säulen

Umfangreiche Renovierungen der Kirche erfolgten in den Jahren 1895 bis 1951. Der seit dem Mittelalter bestehende Adelszwang für die Nonnen – Voraussetzung für die Aufnahme in das Kloster – wurde 1848 aufgehoben. Die Kirche selbst ist vom Geist der Gotik getragen, der sich hier, im Gegensatz zur Franziskanerkirche, in Fülle und Reichtum der Ornamentik entfaltet. Ein Prunkstück des Chores ist der spätgotische Flügelaltar, dessen Mittelschrein eine edle Marienstatue zwischen den beiden Landespatronen Rupert und Virgil schmückt. Wohl einzigartig in Salzburg ist die Krypta mit ihren freistehenden Säulen und dem prachtvollen Netzrippengewölbe. Das Felsengrab der hl. Erentrudis befindet sich in der Apsis. Die berühmten Wandmalereien aus der Mitte des 12. Jahrhunderts bilden den größten Schatz der Kirche.

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Ein Geschenk Wolf Dietrichs

Einen herrlichen spätgotischen Flügelaltar aus dem Jahr 1498


Einen herrlichen spätgotischen Flügelaltar findet man in der bei der Klosterpforte gelegenen Johanneskapelle, die vor ihrem gotischen Wiederaufbau als Totenkapelle diente. Das Meisterwerk stammt vermutlich aus dem Schülerkreis des Veit Stoß. Auch sonst birgt das Kloster reiche Kunstschätze verschiedenster Art u.a. den Faltstuhl der Äbtissin mit Elfenbeinschnitzerei und Bronzefüßen, ein aus dem Dom stammendes Kruzifix von 1300, Äbtissinenkronen, Skulpturen und viele Werke der Kleinkunst.
Das Klostergebäude, eine Zusammensetzung verschiedenster Bauten aus dem 13. bis zum 19. Jahrhundert, besitzt keine nennenswerte Architektur. Klostergebäude und Museum werden nur in Ausnahmefällen und auch dann nur Fachleuten und Gelehrten zugänglich gemacht. Um die Fresken im „Paradies“ und den Altar in der Johanniskapelle besichtigen zu können, muss man an der Klosterpforte um den Schlüssel bitten.


Das Stift erlangte auch Berühmtheit durch die in Wien geborene Maria von Kutschera. Sie war Anwärterin auf das Noviziat im Benediktinenkloster Nonnberg in Salzburg